Photovoltaik



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Ich betreibe seit Juli 1997 eine 4 kWp Photovoltaikanlage, bestehend aus 48 St. Solarmodule BP585 (je max. 85 W; ca. 18 V bei 5 A) und 2 St. Wechselrichter zu je 2 kVA (Hersteller: Solar AG Berlin).
Die Anlage wurde im Rahmen der Solarstrombörse Energie 2000“ von der BEWAG zu 50 % finanziert, zugleich erhalte ich eine Einspeisevergütung von 0,73 DM/kWh. Diese Förderungsform gibt es heute nicht mehr. Das heute gültige „Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien“ – (Erneuerbare-Energien-Gesetz – EEG) vom 1. April 2000 gewährt für Strom aus Photovoltaik-Anlagen mind. 99 Pf/kWh. Eine Kosten-Nutzen-Analyse und/oder Rentabilitäts-oder Amortisationsüberlegungen sollen an dieser Stelle nicht diskutiert werden. Nur so viel: Für mich rechnet es sich, denn ich muss keinen monatlichen Elektroenergieobolus an die BEWAG entrichten, was bei der „schmalen“ Rente recht positiv ist. Zudem erhalte im Mai jeden Jahres noch ca. 2000 DM. Diese  Summe hängt natürlich von der Sonnenscheindauer während des gesamten Abrechnungsjahres ab. Wenn jeder Monat z. B. so gut wie der Mai 2000 wäre, könnte man sehr gut verdienen. Aber im Grunde genommen und im statistischen Mittel habe ich mit den 50 % Eigenanteil an den Errichtungskosten meine Energiekosten für ca. 10 bis 12 Jahre im voraus entrichtet (jedoch -  Vorsicht vor Milchmädchenrechnungen).

Die Anlage wurde von mir selbst installiert, die Komponenten habe ich von einem Fachhändler bezogen.
Die Solarmodule befinden sich auf dem Dach eines Einfamilienhauses mit ca. 38° Dachneigung. Die Ausrichtung beträgt ca. 202° Süd (SSW).
Die GPS-Position lautet: Länge: 13° 32’ 09’’ Ost, Breite: 52° 35’ 24’’ Nord.
Die eingangs erwähnten 48 Solarmodule (ca. 32 m²) sind zu je 24 Stück einem der beiden Wechselrichter zugeordnet. Jeweils 4 Module werden in Reihe (hintereinander oder in Serie) zu einem s.g. String geschaltet; die dabei erzeugten Teilspannungen addieren sich zur Gesamtspannung, nämlich zu ca. 88 V im Leerlauf bzw. 4 x 18 V = 72 V bei Maximalleistung. Jeweils 6 Strings werden parallel geschaltet; die dabei erzeugten Teilströme addieren sich zum Gesamtstrom, nämlich (ca.) 6 x 5 A= 30 A. Somit wird jeder Wechselrichter mit einer max. Solargeneratorleistung von ca. 2040 W (72 V x 6 x 5 A) gespeist.

Bezüglich des Kurzschlussschutzes sollte bedacht werden, dass PV-Generatoren sich wie  Stromquellen verhalten; es sind keine Spannungsquellen im herkömmlichen Sinne.
Die Solarmodule liegen in einem Gestell aus L- und T- Al-Profil, welches wiederum über Böcke mit den Dachlatten oder -sparren verschraubt ist. Die Befestigung der Module innerhalb des Gestells erfolgt mit Schlossschrauben, Scheiben und Muttern aus V2A-Stahl. Hinweis: V2A-Stahl ist antimagnetisch. Dies sollte unbedingt geprüft werden, ich habe da so meine Erfahrungen gemacht (für viel Geld Wald- und Wiesen-Stahl erhalten, aber ich hatte einen Permanentmagneten zur Hand).
Das Gestell muss in den Potenzialausgleich einbezogen werden. Ich habe dazu das Gestell über eine grün-gelbe 16 mm² Aderleitung mit der Hauptpotenzialschiene verbunden.
Wenn auch teuer, aber auf Überspannungsableiter (Varistoren) sollte nicht verzichtet werden.
2 Stück sind erforderlich, einer zwischen + und - und einer zwischen + und PE (grün/gelb).
Die Verbindung der Solarmodule untereinander und zum PV-Verteiler auf dem Dachboden erfolgt mit doppelt isolierter einadriger Gummi-Aderleitung 1x2,5mm²  (NSGAFöU 2,5).  Bedenken Sie, diese Leitungen sollen für mehr als 20 Jahre allen Wetter-Widrigkeiten trotzen.
Mehr oder weniger aus Spaß am Basteln habe ich in die 230 V – Rückspeiseleitung, also am Ausgang des Wechselrichters, ein Amperemeter (billiges Dreheisen-Instrument) eingebaut. Nunmehr kann am Zeigerausschlag des Amperemeters auf die Tageslichthelligkeit geschlossen werden und diese ist proportional zum augenblicklichen Ertrag. Salopp ausgedrückt: Je mehr Ampere fließen, desto heller ist es und desto mehr Elektroenergie wird erzeugt.
 Das Produkt aus diesem Strom und der Netzspannung ist die Leistung, die zum Zeitpunkt in das Öffentliche Netz rückgespeist wird. Wird dieser Strom über ein Multimeter mit RS232-Schnittstelle geleitet und steht auf einem Laptop oder PC ein geeignetes Auswerteprogramm (ELV, ABACOM, Conrad) zur Verfügung, so kann dieser Strom aufgezeichnet werden.  Mit diesbezüglicher Software ergeben sich sehr viele Möglichkeiten.
Andererseits besitzt der Wechselrichter auch eine RS232-Schnittstelle und mit der zugehörigen Visualisierungssoftware Negterm“ können auf einem PC Solarspannung und -strom und Netzspannung und (rückgespeister) -strom angezeigt werden.  Ebenso wird die seit der Inbetriebnahme des Wechselrichters erzeugte Energie in kWh angezeigt.
Die gesamte erzeugte („geerntete“)  Energie wird über einen Liefer-Zähler (ist zugleich die Basis für die Vergütungsberechnung) in das BEWAG-Netz eingespeist.
Wie viel Energie wird nun eigentlich rückgespeist, erzeugt, geerntet? Wir wissen, dass es diverse Einflüsse gibt, die diesen Wert beeinflussen.  Maßgeblich ist die Sonnenscheindauer und die
-intensität, die Ausrichtung, die geografische Lage (je nördlicher, desto mieser), die Ausführung und der Wirkungsgrad aller elektrischen Komponenten, etc.
 Nach BEWAG-Angaben lag der Durchschnittsertrag 1998 im Raum Berlin bei 634 kWh/kWp (sehr sonnenscheinarmes Jahr), 1999 bei 688 kWh/kWp. Ich habe 1998: 714 kWh/kWp, 1999: 826 kWh/kWp und 2000: 819 kWh/kWp  erzeugt.
Wie bereits erwähnt, brachte der Mai 2000 mit 130 kWh/kWp das bisher höchste Monats-ergebnis, der bisher mieseste Monat war der Dezember 1999 mit 11,25 kWh/kWp.   Bemerkenswert ist das Ergebnis für den November 2000 mit 35,5 kWh/kWp.
Auf den folgenden Seite werde ich den Tagesertrag meiner Anlage für ein kWp veröffentlichen. Damit ist ein gewisser Vergleich für Interessenten  über die Effizienz bzw. den Wirkungsgrad der Anlage möglich. Auf jeden Fall zeigen die Zahlen zumindest, welches Wetter an diesem Tag in Berlin-Wartenberg war.

Für jedes Feedback bin ich dankbar.                                                                        Zuletzt geändert: 30.12.01 (Skizze hinzugefügt)

Ertragstabelle

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